Astral Tide: Der passende Soundtrack zu einer bevorstehenden Apokalypse

Astral Tide - How Far, Are You Out There - Cover (© Nicoletta Dalfino Spinelli)
Zu einem bevorstehenden, möglicherweise von Menschenhand verursachten, Ende-der-Welt-
Szenario könnten Astral Tide sicherlich den passenden Soundtrack liefern. In ihrer Musik, die sie selbst als “Doomgaze” bezeichnen, und der düsteren Punkästhetik, spiegelt sich ein – zur gleichen Zeit erfolgendes – Momentum des Verzweifelns und Aufbegehrens wider.
Schon der gewählte Bandname “Astral Tide“, der als ein apokalyptischer Gezeitenstrom gedeutet werden kann, legt diese Sichtweise nahe. Ausgleichsbewegungen, die in seltenen Fällen einen Strudel bilden, der alles und jeden verschlingt und in die kalte dunkle Tiefe zieht. Und genau dieses malstromartige Gefühl von kalter Unerbittlichkeit erzeugen die rauen und mäandernden Songs auf dem neuen Mini-Album “How Far, Are You Out There?“, dessen Auftakt die Single “Cold Dark“ macht. Unheimliche Gitarrenklänge und explosive gebrochene Rhythmen fallen in diesem Stück krachend ineinander und erzeugen das Gefühl eines bevorstehenden klaustrophobischen Zusammenbruchs. Inhaltlich ist der Titel eine Reaktion darauf, dass Furcht und Angst immer stärkere – nicht nur politisch instrumentalisierte – Schwungräder unserer Zeit zu werden scheinen. Künstlich geschaffene Bedrohungsszenarien lassen die Menschen abstumpfen und mit Kälte auf das Leid und die Not anderer reagieren. Der Beginn einer gesellschaftlichen Eiszeit zeichnet sich ab. Weitere Infos gibt es hier.