Danny Dziuk & Antoine Villoutreix: Musikalische Punktlandung auf dem Tempelhofer Feld

Danny Dziuk & Antoine Villoutreix - Tempelhofer Feld (Cover)Das Bemerkenswerte an dem Titel „Tempelhofer Feld“ besteht vor allem in dem offenbar mühelos gelungenen interkulturellen Dialog zwischen nicht nur einem Deutschen und einem Franzosen, sondern auch zwischen zwei Generationen. Und dieser Austausch nahm seinen Anfang mit einem heimlichen Test: Danny Dziuk und Antoine Villoutreix hatten sich zufällig zuvor kennengelernt und beschlossen, zusammen „mal was zu machen“. Wie das oft so der Fall ist. Schließlich landeten sie jedoch tatsächlich – beide mit Gitarren bewaffnet – auf dem Tempelhofer Feld.
Was der jüngere Chansonier nicht wusste, war, dass der ältere bereits einen Song über selbiges begonnen hatte, ohne damit bis dahin aber sehr weit gekommen zu sein. Nun war er gespannt, wie sein Kollege das angehen würde. Und als dieser zur Gitarre griff und spontan zu singen und zu spielen anfing, war das Gehörte mit seiner bereits angefangenen Version derartig verblüffend ähnlich, dass Weiteres sofort besiegelt war. Und genau dieses blinde musikalische Verständnis führte dann auch fast autopilotartig zu vorliegendem Ergebnis.
Die anfänglich mit einer Drumschablone unterlegte Demoversion wurde im Studio „andereBaustelle“, dem Proberaum der Einstürzende Neubauten, um ein „richtiges“ Schlagzeug, das Achim Färber einspielte (u.a. Automat, Pitchfork), bereichert. Und durch die Posaune Uwe Langers von den 17 Hippies ergänzt. Den Streicherpart spielt Christiane Silber, Dirigentin u.a. des Philharmonischen Filmorchesters Berlin. Weitere Infos gibt es hier.